Samstag, 31. Januar 2009

Lotto-King Klaus?

Vielleicht sollte Klaus Jensen die Gunst der knappen bis zum Abgabetermin verbleibenden halben Stunde nutzen und schnell noch einen Tippschein ausfüllen - immerhin kommt heute der drittgrößte Jackpot in der Geschichte der staatlichen Lotterie zur Ausspielung. Entgegen dem Großteil der Lottospieler nämlich, der Umfragen zufolge auch schon mit einer Million zufrieden wäre, könnte der Trierer Oberbürgermeister tatsächlich jeden der 3.500.000.000 Cent gebrauchen, um die laut seinen Worten größte Finanznot in der Geschichte der Stadt wenigstens ein bisschen zu lindern. Eine, bedenkt man das mehr als zweitausendjährige Bestehen der wahrscheinlich kleinsten Großstadt Deutschlands, also durchaus ernste Angelegenheit, die gewisslich unorthodoxe Maßnahmen und geringfügige Mehrausgaben in Höhe des Wetteinsatzes rechtfertigt.

4 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Muss leider sagen: ich wünsch das Geld dem "kleinen Mann", auch Frau,rät das emanzipierte Gewissen.
Eher soll sich der/die/das was leisten, als dass Vater Staat wieder alles in, kommunaler oder regionaler, Sache auf den kopf haut. Da Sozialhilfeempfänger immer noch von der Kommune unterhalten werden...ist klar was gemeint.
Wer von 450 € im Monat leben soll, der kann auf keine Besserung hoffen, selbst wenn der Platz vor der Porta Nigra neu gepflastert wird...und selbst wenn, wäre es ihm/ihr herzlich egal.
Sozial, yab, aber bitte ohne Staat! *grinst über beide Backen*

Anonym hat gesagt…

Sollte der Staat Fleischfresser sein, handelt er nach dem Motto "Brot für die Welt, die Wurst für mich!" und es wird dem Lottogewinner leider nix übrig bleiben - es sei denn, er hat jetzt schon genug und weiß darüber bescheid, wie man das Geld am Vater Staat vorbeizocken kann.
Kübbes, freuen wir uns doch alle zusammen auf die Lebensmittelmarken, welche uns zum 67. Geburtstag ausgehändigt werden und die wir dann - auf dem bis dahin sinnlos frisch gepflasterten Platz vor der Porta Nigra oder sonstwo in diesem Land, verprassen können...

*jubel*

Anonym hat gesagt…

Und? Gewonnen?

Jean-Paul Téddôt hat gesagt…

Die Frage ist ja nicht, ob ich, der kleine Mann, dem Leser 'Kübbes' den Lottogewinn gönnen würde, die ganze Kohle eingestrichen habe. Mir ging es vielmehr darum, meinem Stadtvater einen - wenn auch nicht von großer Erfolgswahrscheinlichkeit gekrönten - Weg aufzuzeigen seinen 48 Millionen € schweren Verlust etwas abzufangen. So wie es aber aussieht - die beiden Gewinner kommen aus Bayern und Niedersachsen - ist nicht daraus geworden, und ich muss wohl oder übel gemeinsam mit 'Herrn Walter' auf dem ungepflasterten Vorplatz des schwarzen Tores um Lebensmittelmarken betteln.