Freitag, 20. Februar 2009

Dreimal heute

Heute wurde nach ewigem Hin und Her das Konjunkturpaket II verabschiedet, jenes milliardenschwere Geldscheinbündel, das den kommenden Generationen zwar einen gigantischen Schuldenhaufen vor die Türe setzen wird (die Kritiker), dafür aber vor unserer die Finanzkrise quasi wegfegen soll (die Politiker).
Passend, oder passender unpassend, dazu waren im Radio heute morgen dann die Worte Hypo Real Estate und Billion zu hören - in 50 Milliarden gerechnet also 20.
Heute Abend strahlte zu guter Letzt Das Erste traditionell die gemeinschaftliche Sitzung aller Mainzer Karnevalsvereinigungen aus, die da wie alle Jahre wieder singen und lachen, und irgendwie hoffe ich auch immer noch, dass dieses drei Ereignisse irgendwie miteinander in Zusammenhang stehen.

Montag, 2. Februar 2009

Super Twingo Kart

Der Volksmund sagt, dass ein Unglück selten alleine kommt. Was er jedoch nicht weiß: die selbe Wandkachelweisheit kann auch für Fortuna gelten. Doch hübsch der Reihe nach.
Beim Abhören des Anrufbeantworters stieß meine Mutter gestern auf folgende frohe Botschaft: meine Eltern haben doch tatsächlich einen Renault Twingo gewonnen, nachdem ihre Telefonnummer per Zufallsgenerator ermittelt worden ist. Schwein muss man haben, dachte ich - zumindest bis heute nachmittag, denn da machte mein Fernsprecher auf sich aufmerksam. Die etwas blecherne Stimme eines gewissen Michael Kaiser begrüßte mich am anderen Ende der Leitung und verkündete freudig - und nun heißt es anschnallen, liebe Leser, denn solche Zufälle geschehen nur einmal im Leben -, dass auch ich der stolze Gewinner eines Kleinwagens Modell Twingo vom Hersteller Renault geworden bin. Alles was ich nur noch tun müsse, um fortan in meinem neunen französischen Flitzer die Pisten unsicher machen zu können, wäre lediglich ein paar meiner Daten unter der angegebenen Rufnummer durchzugeben (Wo der Vorwahlbereich 0900 wohl liegen mag? Irgendwo im hohen Norden? Oder doch weit im Osten?). Man kann sich wahrscheinlich nur zu gut vorstellen, wie stolz ich kaum fünf Minuten später meinen Vater angerufen und ihn fürs Frühjahr zu einem Rennen herausgefordert habe.
Übrigens, wem in den nächsten Tagen ähnliches Glück beschieden sein sollte, darf sich gerne über die Kommentarfunktion dieses Blogs zu unserem Vater-Sohn-Cup anmelden.

Samstag, 31. Januar 2009

Lotto-King Klaus?

Vielleicht sollte Klaus Jensen die Gunst der knappen bis zum Abgabetermin verbleibenden halben Stunde nutzen und schnell noch einen Tippschein ausfüllen - immerhin kommt heute der drittgrößte Jackpot in der Geschichte der staatlichen Lotterie zur Ausspielung. Entgegen dem Großteil der Lottospieler nämlich, der Umfragen zufolge auch schon mit einer Million zufrieden wäre, könnte der Trierer Oberbürgermeister tatsächlich jeden der 3.500.000.000 Cent gebrauchen, um die laut seinen Worten größte Finanznot in der Geschichte der Stadt wenigstens ein bisschen zu lindern. Eine, bedenkt man das mehr als zweitausendjährige Bestehen der wahrscheinlich kleinsten Großstadt Deutschlands, also durchaus ernste Angelegenheit, die gewisslich unorthodoxe Maßnahmen und geringfügige Mehrausgaben in Höhe des Wetteinsatzes rechtfertigt.

Freitag, 30. Januar 2009

Tour: Oettinger baut Vorsprung aus

Günther Oettinger, derzeit Führender im Gesamtklassement der Tour de Fettnapf, konnte erneut das gelbe Trikot verteidigen. Auf der relativ leichten Etappe vom Neujahrsempfang der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg bis zur SAP-Bekanntgabe, 3000 Stellen zu streichen, gelang es dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten mühelos das Verfolgerfeld auf Distanz zu halten. Obwohl Oettinger, wie den anderen Teilnehmern auch, noch die Dopingkontrolle durch die BaFin bevorsteht - geprüft werden sollen unter anderem der Verstoß gegen die Ad-hoc-Pflicht und die Verwendung des verbotenen Mittels Insiderhandel -, zweifelt kaum noch jemand daran, dass nach dem Karriereende des Amerikaners Bush, der die Tour acht Jahre in Folge gewinnen konnte, der nächste Sieger aus Schwaben kommt.

Dienstag, 30. Dezember 2008

Liebe Bank meines Vertrauens,

- sofern eine solche Anrede inmitten der Finanzkrise überhaupt noch schicklich ist - ich weiß, dass die Zeiten hart sind. Aber das sind sie nicht nur für Dich, sondern auch für mich und überhaupt alle. Deswegen schätze ich es auch ganz und gar nicht, als langjähriger Kunde - und sogar genau so langjähriges Mitglied - innerhalb der regulären Geschäftszeiten mit einem gehetzten Blick zur Uhr sowie den Worten "Heut' isch's aber ung'schickt" begrüßt zu werden.

Wenn da nicht schon mal jemand einen guten Vorsatz für's neue Jahr hat,

Dein Jean-Paul